Sensomotorische und propriozeptive Einlagen

Sensomotorische Einlagen

 

 

ORTHOSENSE  -  Rückenscan als Korrekturmaßnahme

Der neuropodologische Rückenscan ist eine sehr wirkungsvolle Hilfe zur Behandlung vieler Verspannungen, Rückenschmerzen und Gelenkproblemen. Dabei werden Wirbelsäulenprofil und Körperstatik analysiert, sowie die harmonische Funktion der Muskelketten untersucht, um mögliche Beckenverdrehungen oder muskuläre Ungleichgewichte festzustellen. Mithilfe des 3D-OrthoSense-Rückenscanners (SCHEINWORKS) werden hochauflösende 3D-Aufnahmen des Rückens erstellt. Fehlhaltungen werden lokalisiert und das Computerprogramm wertet Veränderungen aus.

 

 

 

Einlagenversorgung als Korrekturmaßnahme

An festgelegten Stellen unterhalb der Fußsohle werden Unterstützungselemente positioniert.

Dadurch wird eine Optimierung der Körperstatik über die Selbstregulierungskräfte des Körpers erzielt. Veränderungen und Verbesserungen sind sofort spürbar und über den Scanner sichtbar.

Eine ausgeglichene und koordinierte Bewegung des Menschen ist nicht von Natur aus gegeben. Einzelne Bewegungsabläufe müssen im Laufe der Entwicklung erarbeitet werden. Wie oft ist man beispielsweise hingefallen, bis man fähig war, auf 2 Beinen zu stehen und zu gehen. Während des Heranwachsens werden diese Bewegungsabläufe gespeichert, wiederholt und automatisiert. Um diese Bewegungen so koordiniert ausführen zu können, verfügen wir über ein ausgeklügeltes System hochspezialisierter Sensoren, das sensorische System.
Bis das Kleinhirn diese Bewegung vollautomatisiert ablaufen lassen kann, bedarf es 10 - 15 Tausend Wiederholungen der Bewegung.

Über die sensomotorische Einlage werden physiologisch richtige Bewegungsabläufe unterstützt und geben dem Körper die Chance, diese zu wiederholen und zu automatisieren und sich als Bewegungsform anzueignen. Dysbalancen der Muskulatur können gezielt behandelt werden und dadurch auch die Beschwerden in Haltung, Stellung, Gleichgewicht und Koordination.

 

Propriozeptive Einlagen

Was ist Propriozeption?

Propriozeptoren sind eigene Informationssysteme in Muskeln, Muskelhüllen, Sehnen, Bändern und Gelenken, die zuständig für die Tiefensensibilität sind. Das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wird über die Lage und Lageveränderungen im Raum informiert. Dies ist ein autonom funktionierendes System, d.h. es laufen ständig und unwillkürlich Reaktionen auf Reize im Körper ab.

Propriozeptive Einlagen und ihre Wirkungsweisen

Konvexe Pelotten als Druckpunkte bewirken eine physiologische Einstellung des Rückfußes. Sie aktivieren durch ihre exakte Position bestimmte Muskeln, die für die Aufrichtung der Fußlängs- und Quergewölbe notwendig sind. Dies initiiert eine physiologische Vorfußbelastung im Stand und in der Abrollphase. Das Funktionsprinzip propriozeptiver Einlagen beruht nicht wie bei herkömmlichen Einlagenversorgungen auf passiver Korrektur mittels gewölbestützender Elemente, sondern aktiviert sensomotorische Prozesse.

Anwendung finden diese Einlagen bei Haltungs- und Aufrichtungsdefizite in Verbindung mit Fußfehlstellungen im Kindheits-, sowie im Erwachsenenalter.